WILLKOMMEN

Ob Reportage, Interview, Kolumne oder Porträt: Als Autorin und Journalistin schaue ich bei jedem Thema hinter die Kulissen. Hier findet Ihr eine Auswahl meiner Geschichten aus Printmagazinen und Zeitungen – präzise recherchiert und mit Herz geschrieben.

EINBLICKE

 

ERINNERN

Markante Persönlichkeiten, große Abenteurer und starke Frauen aus der Vergangenheit

LEBEN

Über Wendepunkte, Wahrheiten und Hindernisse – und wie man trotz aller Überraschungen bei sich selbst bleibt

REISEN

Von Thailand bis Tasmanien zurück nach Deutschland. Reportagen von unterwegs

LIEBLINGSBUCH

 

REZENSIONEN IN PRESSE UND RUNDFUNK

Ludger Heid, Süddeutsche Zeitung

Kriegskinder, Kinder, die aus „verbotenen“ Kontakten ihrer Mütter mit dem „Feind“ zwischen 1939 und 1945 stammen, waren bislang historiogra-fisch ein eher vernachlässigtes Thema. Die Publizistin Monika Dittombée hat darüber ein berührendes Buch vorgelegt, das die Le- bensschicksale von mehr als 200 000 Kindern, deren Väter Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter oder Soldaten der alliierten Besatzungstruppen waren, nachzeichnet. (...)

Das aus einer „verbotenen“ Beziehung unehelich geborene Kind, zumal wenn sich kein Stiefvater fand, war doppelt stigmatisiert. Monika Dittombée lässt in ihrem Buch Frauen und Männer, allesamt um 1945 geboren, zu Wort kommen, was sich zu einer kollektiven Biografie unerwünschter Kriegskinder fügt. Die Befragten erzählen von Müttern, die mit einem „neuen“ Vater eine eher pragmatische Versorgungspartnerschaft eingegangen waren.

Angela Wittmann, Brigitte

Wie Miriam Georgs Roman erzählt dieses Sachbuch von Lebenswegen der 'Kriegskinder aus verbotenen Beziehungen'. Es sind Geschichten des Überlebens von Menschen, beschimpft als 'Hurenkind', 'Russensau' oder "Bastard, deren Leid noch Generationen hat. BBBBB

Dr. Claudia Becker, Welt am Sonntag

"Ein wirklich tolles Buch, in dem sie trotz der traurigen Ereignisse einen positiven zuversichtlichen Ton trifft. Lange waren die Lebensgeschichten der „Kinder des Feindes“ ein Tabu. Erst seit einigen Jahren sind sie auch Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Zu den wichtigsten Projekten gehört die Dokumentation, die unter dem Titel „Trotzdem da!“ in der niedersächsischen

Gedenkstätte Sandbostel entstand. Einen lesenswerten Beitrag hat die Journalistin Monika Dittombée mit ihren gerade erschienenen Porträts geleistet („Schattenschicksale Lebenswege der

Kriegskinder aus verbotenen Beziehungen– Geschichten des Überlebens“, Kösel). „Mich hat sehr berührt, wie viel Zeit und Emotion meine Protagonisten in die Suche nach ihren Vätern gesteckt haben“, sagt sie im Gespräch, „in einen Weg, auf den sie sich in der Mitte ihres Lebens gemacht

haben, quer durch Europa und mit ungewissem Ausgang.“ Warum war dieser Vater so wichtig? Diese Frage war zentral für sie. Schließlich war es ein Mann, der sich nicht um sein Kind gekümmert hat, der zurück in sein Heimatland ging, weil er wollte oder musste. Der aber weder offen noch heimlich versucht hat, Kontakt mit der Frau aus Deutschland und dem gemeinsamen Kind zu halten. Was sich ihr offenbarte, war die Wucht der Sehnsucht nach den eigenen Wurzeln: „zu wissen, wo man herkommt.“

Petra Pluwatsch, Der Bücheratlas

"Neben sechs interessanten Biografien bietet Monika Dittombées Buch zahlreiche Informationen über den historischen Hintergrund der beschriebenen Fälle. Zudem über die Macht von Familiengeheimnissen. Schließlich über transgenerationale Weitergabe, also die Übertragung oft traumatischer Erlebnisse und Erfahrungen von einer Generation auf die nächste."

Perlentaucher, Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur

Rezensentin Edelgard Abenstein liest ein instruktives Buch der Journalistin Monika Dittombée über ein oftmals totgeschwiegenes Thema: Offiziell waren die Kontakte zwischen deutschen Frauen und feindlichen Soldaten und Besatzern verboten, dennoch sind aus vielen, sowohl freiwilligen als auch gewaltvollen, dieser Begegnungen Kinder hervorgegangen, die öffentlich geächtet wurde. Dittombée vollzieht laut Abenstein im Gespräch mit vielen dieser Kinder nach, wie sie die Ausgrenzung und Ablehnung erfahren haben, aber auch, wie sie mittels großer Mühen versucht haben, ihre Väter ausfindig zu machen. Für die Kritikerin ein wichtiges Buch, das sich auch in eine noch recht neue Forschungsrichtung einschreibt, die die transgenerationale Weitergabe von Traumata untersucht.

LovelyBooks

"Sechs Lebensbilder von Menschen, die aus einer vom Staat ungewollten Beziehung hervorgehen, verknüpft mit Fachwissen über Trauma + Identität"

LESERSTIMMEN

Christian, Köln

"Ich habe es gerade zu Ende gelesen. Bin noch ganz geschafft. Es hat mich tief berührt. So viele behutsam und umsichtig erzählte Schicksale, so viele geschädigte Seelen. Und so viele Menschen, die ihre Wurzeln suchen. Puh. Ich bin beeindruckt von deinem Fleiß, deinen Recherchen und deiner Fähigkeit alles zusammenzubringen und in eine verständliche Form zu bekommen.

Katharina, Berlin

"Ich finde es unglaublich, welche schöne Sprache Du hast - trotz des Themas. Ich lese aus jedem Satz sehr viel Liebe und Herzblut. Wenn meine Söhne das Buch sehen, sind sie ganz stolz, dass sie die Autorin kennen"

Marianne, Bonn

"Welch ein großartiges Buch! Gratulation! Es ist so spannend geschrieben, so breit gefächert, so tiefgreifend und liebevoll, so engagiert! Die Liste lässt sich verlängern. Ich stelle mir vor, dass es für Dein Buch ein sehr beeindruckendes Interesse geben wird. Es ist so wunderbar lesbar und geht unter die Haut. Glückwunsch! Und viel Erfolg - das heißt Resonanz, Nachfrage, Kontakte!"

Thorsten, Flensburg

"Moin, hab dein Buch durch. Es ist wirklich berührend und rundum gelungen. Gratuliere! Du solltest mit so etwas weitermachen und Dir gleich ein neues Thema suchen. Kannst stolz auf Dich sein.

Bücher Beutlin

"Es fühlt sich ein wenig an, als ob ich einige Türen in einem riesigen Haus öffne und hinter jeder einzelnen Tür verbirgt sich ein neues Gemälde mit anderen Farbtönen, Schattierungen und Rätseln die entschlüsselt werden wollen." (Seite 127) Monika Dittombeè greift in ihrem Buch "Schattenschicksale" ein sehr berührendes und tiefgründiges Thema auf. Jedes Kapitel ist meist mit Fotos versehen und erzählt die Geschichte von Menschen die einen falschen Vater hatten, gar keinen oder alles verschwiegen wurden. Denn gerade hier liegt das Augenmerk auf die Zeit zum Zweiten Weltkrieg und kurz danach. Liebschaften mit "verbotenen" Männern, die nach den Ansichten der Nazis minderwertig waren. Doch aus vielen Liebschaften entstanden ebendiese Kinder. Kinder die plötzlich unerwünscht waren, von Gesellschaft und der eigenen Familie gemieden, mit Unwahrheiten und Schatten belegt. Und erschreckend ist dass fast alle von diesem Schatten erzählen der wie ein Tuch über ihren und ihrem Vater liegt. Wie kann man das fehlende Puzzle zusammensetzen? Wie weit will und kann man selbst gehen? Welche Unterstützung gibt es aus den eigenen Familien und Freundeskreis? Und was noch viel drängender erscheint - wie fällt die Reaktion des Vaters oder der nächsten Generation aus wenn plötzlich jemand Fremdes sich meldet? Ich finde dieses Buch unglaublich wichtig denn es zeigt wie sehr eine ganze Generation unter dieser Ausgrenzung und dem Schweigen gelitten hat. Mit Beleidigungen und Ausgrenzung leben musste, auch in der Familie keinen Halt finden konnte. Vieles wurde verschwiegen und es war unerwünscht dieser Suche und Bitte nachzugeben. Wie sich viele dann doch auf die Suche machten und was sie erwartet haben, hofften und bekamen. Menschen die gehört werden für zeigen dass es nun mal wichtig ist zu wissen woher man kommt, warum man diese Eigenarten oder Äußerlichkeiten besitzt. Einfach ankommen und seinen Platz finden, Wissen zu erlangen. Ein Buch, was Mut macht. Nicht nur für eine Generation aus dem Krieg heraus, sondern für alle denen ein Puzzleteil fehlt. Die ankommen möchten. Ein Buch was eine unglaublich wuchtige Präsenz besitzt und einen Einblick in die damalige Zeit gibt die noch heute, zeitweise, mit Vorurteilen bespickt ist."

Vera, Apolda

"Jedenfalls war es sehr interessant zu lesen, wie vielen es in der Kindheit so ergangen ist. Alles sehr einfühlsam berichtet. Manchmal ging mir es ganz schön unter die Haut. Man kann es gar nicht glauben wie bösartig Menschen sein können und was Kinder alles mit erleben mussten. Furchtbar. In meinem Bekanntenkreis war auch jemand, der seinen Vater nicht kannte und suchte. Leider ist er schon verstorben. Er fühlte sich immer nicht vollwertig. Ich finde es auch sehr gut, dass Du Tipps gibst wo man sich alles melden und befragen kann. Dich hat die Recherche sicher auch ganz schön gefordert. Man wird so richtig in Deinem Buch mitgenommen zu den einzelnen Geschichten. Wenn man so weiter nachdenkt , es gibt trotz allem Leid der Menschen in der jetzigen Zeit immer noch Krieg und wieder Not. Du hast wirklich ein emotionales, einfühlsames und authentisches Buch geschrieben. Da kannst Du ganz stolz auf Dich sein.

Meggie, Bonn

"Es berührt mich sehr, mein Schicksal jetzt schwarz auf weiß zu sehen. Es hat mich sentimental gemacht und auch etwas weinen lassen."

Melanie, Nürnberg

"Gelesen wie im Rausch, die ganze Nacht hindurch. Danke. Das war ein Thema, von dem ich bislang viel zu wenig wusste. Wie sehr doch Deutschland von den Kriegen und den Traumata geprägt wird. Jeder müsste darüber Bescheid wissen!"

NS Dokumentationszentrum Köln

"Neu in unserer #bibliothek - „Wenn jeder so sorgfältig in der eigenen Vergangenheit nachforschen würde, hätten sehr viel mehr Menschen eine Ahnung von der Macht der Vergangenheit und dem Wissen darüber, wie stark die eigene Geschichte die individuellen und die universellen Gedanken in der Gegenwart beeinflussen können“, schreibt die Autorin Monika Dittombée in ihrem Buch „Schattenschicksale“.

Darin geht die Autorin den Lebenswegen von Kindern aus sogenannten verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen oder Soldaten der Alliierten nach. Zwar waren diese Beziehungen von den Nationalsozialisten offiziell verboten worden, sie standen unter schweren Strafen bis hin zum Tod, dennoch gab es diese Kontakte - ob aus Verzweiflung, Liebe oder Gewalt.

Die daraus gezeugten Kinder wurden oft versteckt, verprügelt und beschimpft – und auch in der Nachkriegsgesellschaft wirkten Schweigen und Ablehnung oft weiter.

Monika Dittombée lässt die heute längst Erwachsenen erzählen, wie sich diese Erfahrungen als Kind auf ihre Identität und ihr Leben ausgewirkt haben. Trotz aller Schwere sind es hoffnungsvolle Berichte der Resilienz. Ihre Protagonisten haben die Hürden überwunden und leben ein erfülltes Leben - fast als Beweis dafür, dass die Vergangenheit ein Leben zwar prägt, aber nicht zwangsweise bestimmt."

 

NEUERSCHEINUNG

2025, genau 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, erschien mein Buch. Ein erzählendes Sachbuch – eine Kategorie, die mir sehr viel schreiberische Freiheit gab. Darin geht es um die unerwünschten Kinder des Zweiten Weltkriegs und der Besatzungsjahre. Kinder aus Beziehungen zwischen deutschen Frauen und Zwangsarbeitern oder Soldaten der Alliierten. Obwohl offiziell verboten, entstanden diese Kontakte dennoch, ob aus Verzweiflung, Liebe oder Gewalt. Die daraus gezeugten Kinder wurden oft versteckt und verheimlicht oder bekamen den Nachnamen eines vermeintlichen deutschen Vater.

Geboren mit einem Stigma: Was richtet das mit einer Kinderseele und dem späteren Erwachsenen-Ich an? Noch Jahrzehnte später suchen viele von ihnen nach der Lücke in ihrem Leben. Manchmal schaffen Zufälle eine neue Realität: ein zerknicktes Foto, ein belauschtes Gespräch oder eine wiederentdeckte Geburtsurkunde.

Ich erzähle die Lebensgeschichten sechs dieser damals unerwünschten Kinder und frage nach, wie Traumata geheilt werden können, die selbst noch Nachfolgegenerationen spüren. Es geht um die deutsche Verdrängungskultur, um persönliche Schicksale mit Fragen zu Identität, Scham und Resilienz – und zeige Wege zur Heilung und Versöhnung. Vielen Dank an meine grandiosen Erzählerinnen und Erzähler, die mir ihre Geschichten anvertraut haben, ohne dass wir uns vorher kannten – sowie an alle, die mithalfen, dass dieses Buch erscheinen konnte.

Wer mehr erfahren will: Susanne Führer vom Deutschlandfunk Kultur hat mit Marianne Gutmann, Protagonistin aus den “Schattenschicksalen” ein ausführliches Interview geführt. Hörenswert, da Marianne auch Psychologin ist und hervorragend analysiert und erzählt.

Jack-Peter Kurbjuweit (links) erlebte eine Kindheit in einem Arbeitslager

Die Mutter von Jack-Peter wurde 1945 aus dem Sudetenland vertrieben. Nur wenige Wochen danach brachte sie ihren Sohn zur Welt. Jack-Peter begann mit der Vatersuche, als er 50 Jahre alt war

Alexander Metz fand nach jahrelanger und schwieriger Suche seinen Vater im ehemaligen Jugoslawien. Die Begegnung verlief anders als erhofft

Alexanders Mutter (links) verbarg ihre Schwangerschaft, gebahr ihren Sohn heimlich und brachte ihn bei einer Pflegemutter (rechts) unter. Manchmal kam sie zu Besuch.

Meggie Beck besitzt nur ein Foto ihres Vaters. Er war französischer Soldat. Im Alter von 70 Jahren fand sie endlich eine Spur zu ihm

Arne Øland aus Kopenhagen kämpfte jahrzehntelang für die Einsicht in Archive, um die Vatersuche zu ermöglichen. Er gründete den „Danske Krigsbørns Forening“ und half unzähligen anderen Menschen bei der Suche. Dafür erhielt er das Deutsche Bundesverdienstkreuz. Erst mit 48 Jahren erfuhr er, dass sein Vater für die deutsche Wehrmacht während der Besatzungsjahre 1940 bis 1945 in Kopenhagen stationiert war.

Arne als Kind mit seiner Mutter Lilli

Marianne Gutmanns Vater war ein Offizier der Roten Armee. Womöglich hätte sie ihn finden können, bevor er verstarb

Doch sie konnte ihren Halbbruder (rechts) finden und sogar kennenlernen

Der Niederländer Kees Maas war als Zwangsarbeiter in Berlin zwischen 1943 bis 1945 in Berlin als Zwangsarbeiter. Seine Erlebnisse schrieb er in enger Schrift und in kleinen akribisch auf. Sein Sohn Ton Maas ist glücklich, dass diese Notizen und Erinnerungen über 80 Jahre lang erhalten geblieben sind.

Kees Maas war 20 Jahre alt, als er nach Berlin fand. Dort verliebte er sich in Martha, eine Deutsche

1945 verlobten sich Martha und Kees im zerbombten Berlin. Die Liebesgeschichte seiner Eltern hat der Sohn Ton Maas in dem Buch “Liefs Uit Berlin” (Liebe Grüße aus Berlin) aufgeschrieben. Dafür tippte er die Notizen seines Vaters vollständig ab.